1000 Kunden bei take-e-way: Informationsblatt Dezember 2007

1000 Kunden bei take-e-way, Erfolge für Hersteller im VERE-Verband.

Am 19. November 2007 setzte der Prokurist der take-e-way GmbH, Herr Hjalmar Vierle, seine Unterschrift unter den Vertrag, mit dem der 1.000. Hersteller die Abwicklung seiner Verpflichtungen aus dem Elektrogesetz (ElektroG) auf die take-e-way GmbH übertragen hat. "Zahlenmäßig sind wir mit Abstand die größte Organisation, welche die betroffenen Hersteller bei der Erfüllung ihrer Pflichten aus dem Elektrogesetz und somit bei der Erfüllung der Forderungen der Stiftung EAR unterstützt", so Hjalmar Vierle. "Die Aufteilung in unseren Herstellerverband, den VERE e. V., der zur Zeit zirka 1.300 Hersteller vertritt und der die politische Arbeit leistet, sowie in die take-e-way GmbH, die die für die Umsetzung des ElektroG notwendigen Dienstleistungen anbietet, hat sich sehr bewährt."

Nicht zuletzt durch die Lobbyarbeit des VERE e. V. sind endlich erste Erfolge für die Hersteller zu verbuchen:

- Ab dem 01.01.2008 sinken die Gebühren für die Stiftung Elektro-Altgeräte Register (EAR) um durchschnittlich 40 Prozent.
- Eine Fehlerquelle, die zu erhöhten Abholanordnungen für kleine Hersteller geführt hat, ist nun beseitigt worden. Diese hat darin bestanden: Der Ablauf durch die Stiftung EAR ist so geregelt, dass einem Hersteller, welcher einen Container auftragsgemäß bei einer kommunalen Sammelstelle abgeholt hat, ein vorläufiges angenommenes Durchschnittsgewicht (EAR: Soll-Output) als abgeholte Menge gutgeschrieben wird. Dieses angenommene Durchschnittsgewicht wird später durch das tatsächliche Gewicht (EAR: Ist-Output), welches sich aus der entsprechenden Wiegenote ergibt, ersetzt.

Bei Kühlgeräten hat die Stiftung EAR, im Gegensatz zu allen Erfahrungswerten, dieses angenommene Durchschnittsgewicht (Soll-Output) pro Containerabholung bei 7,5 t angesetzt. Das realistische Durchschnittsgewicht liegt aber nur bei zirka 2,5 t. Dadurch haben Firmen, welche die tatsächlichen Gewichte nicht oder sehr verspätet gemeldet haben, vorerst das zirka 3-fache der tatsächlich zurückgenommenen Menge gutgeschrieben bekommen.

Ein oder mehrere große Hersteller von Kühlgeräten haben es langfristig versäumt, die tatsächlichen Gewichte an die Stiftung EAR zu melden. Dies führte dazu, dass die Mitbewerber, die ihre tatsächlich zurückgenommenen Mengen zeitnah an die Stiftung EAR gemeldet haben, gegenüber ihren Mitbewerbern, welche diese Rückmeldungen versäumt haben, prozentual ein mehrfaches zurücknehmen mussten. Dieses hat insbesondere kleine Hersteller hart getroffen, welche aufgrund ihres gesetzeskonformen Handelns hierdurch extreme Wettbewerbsbenachteiligung hinnehmen mussten.

Es gibt aber weder von der Stiftung EAR noch von den überwachenden Behörden ein Signal, dass man die entstandenen finanziellen Schäden bei den kleinen Herstellern ausgleichen möchte. Wir werden uns dafür einsetzen, dass diese nicht ganz oder teilweise als "Kollateralschaden" unter den Teppich gekehrt werden.

Erfreulicherweise wird die Unterstützung für unsere Mitgliedsunternehmen immer stärker. Anbei einige Beispiele:

- Wenn wir richtig informiert sind, haben wir die Aufdeckung der oben geschilderten Missstände bei der Stiftung EAR einer mutigen Mitarbeiterin der überwachenden Behörde zu verdanken.
- Die Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umweltschutz hat mit ihrer Staatsrätin, Frau Dr. Gundelach, dafür gesorgt, dass unsere Themen in der Umweltministerkonferenz zur Sprache gebracht worden sind und weiter verfolgt werden.
- Der FDP-Bundestagsabgeordnete Herr Meierhofer will mit seiner Fraktion die für uns relevanten Fragen als kleine Anfrage in den Bundestag einbringen.
- Eine CDU-Bundestagsabgeordnete hat sich diesbezüglich an das Bundesumweltministerium gewandt und erfährt eine ähnliche Abwehrhaltung wie wir. Soweit wir diese Abgeordnete einschätzen können, wird diese sich eine solche Behandlung nicht gefallen lassen. 
- Zwei maßgebliche Mitarbeiter des Bundeswirtschaftsministeriums haben uns ihre volle Unerstützung zugesagt, weil sie die von uns geschilderten Missstände für untragbar halten.
- Obwohl diese Problematik in die Öffentlichkeit nur schwer zu transportieren ist, sind immer mehr Journalisten auf das Thema dieser Wettbewerbsverzerrung aufmerksam geworden und recherchieren diesbezüglich.
- Unser Verband VERE e.V. und die take-e-way GmbH vertreten eine ständig wachsende Anzahl an Unternehmen, so dass wir nicht mehr als kleine Randgruppe dargestellt werden können. Immerhin vertreten wir nun schon ca. 27 Prozent der nach B2C registrierten Hersteller.
- Durch die auf der letzten VERE-Mitgliederversammlung beschlossene und nun umgesetzte Kapitalerhöhung bei der take-e-way GmbH haben wir unsere Projekte auf eine so solide finanzielle Basis stellen können, dass wir unsere Arbeit in den nächsten Jahren gesichert fortsetzen können.
- Auch der ZVEI hat bereits Gesprächsbereitschaft signalisiert, so dass wir davon ausgehen, dass wir im nächsten Jahr für unsere Mitgliedsunternehmen gerechte und praktikable Lösungen für die Umsetzung des ElektroG erreichen werden.

Der Vorstand des VERE e. V. sowie die Mitarbeiter der take-e-way GmbH möchten diese Möglichkeit nutzen, um uns bei allen Mitgliedern, Kunden, befreundeten Verbänden, Kammern, Behörden, Journalistinnen und Journalisten für die gute Zusammenarbeit und das gezeigte Vertrauen zu bedanken. Sie können versichert sein, dass wir uns auch im Jahr 2008 dafür einsetzen werden, dass die Umsetzung des ElektroG für Sie mit wenig Arbeit verbunden sein wird und die entstandenen Ungerechtigkeiten bei unseren Kunden und Mitgliedern ausgeglichen werden. (In dieser "Robin Hood-Rolle" fühlen wir uns langsam richtig wohl!).

Ihnen allen wünschen wir wenig lästige Bürokratie, viel Erfolg, Gesundheit und Lebensfreude für die kommenden Feiertage und das neue Jahr. 

Ihr VERE e. V. / take-e-way GmbH