VERE hat Ende letzten Jahres seine Stellungnahme zu der EU Initiative zur Vereinfachung der Verwaltung im Bereich des Umweltrechts abgegeben, die für unsere Mitglieder sehr wichtig ist.
VERE setzt sich für eine echte Vereinfachung und Harmonisierung der administrativen Anforderungen im Umweltrecht ein. Die Initiative zur Reduzierung bürokratischer Hürden wird daher ausdrücklich begrüßt, doch warnt VERE vor einer überstürzten Zentralisierung auf EU-Ebene.
Ein EU-One-Stop-Shop für die erweiterte Herstellerverantwortung klingt zwar vielversprechend, birgt jedoch erhebliche technische, organisatorische und finanzielle Risiken: Unterschiedliche nationale Systeme und Datenformate, komplexes Rechtemanagement, Datenschutzfragen, hohe Kosten und vor allem eine langwierige, fehlerbehaftete Umsetzung könnten zu mehr Bürokratie und Wettbewerbsnachteilen führen – insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen.
VERE plädiert stattdessen für eine schrittweise Harmonisierung mit einheitlichen Datenstandards und Schnittstellen, um kurzfristig spürbare Erleichterungen zu schaffen. Die Digitalisierung und Vereinheitlichung sollten methodisch erfolgen, damit Unternehmen sich in gesundem Tempo anpassen können. Zentrales Anliegen ist, dass Vereinfachungen nicht zulasten von Umwelt- und Nachhaltigkeitszielen gehen.
VERE steht der EU-Kommission als konstruktiver Ansprechpartner zur Verfügung und empfiehlt, den tatsächlichen Bedarf der Unternehmen sorgfältig zu erheben, bevor weitreichende Entscheidungen getroffen werden.
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