Untersuchungen der Europäischen Kommission ergaben, dass Verbraucher häufiger an Produkte geraten, die grundlegende Sicherheitsanforderungen nicht erfüllen. So deckten Testkäufe beim Onlinemarktplatz Temu unter anderem erhebliche Mängel bei Ladegeräten sowie Sicherheitsrisiken bei Babyspielzeug auf, wie beispielsweise überschrittene Chemikaliengrenzwerte und potenzielle Erstickungsgefahren. Nach Auffassung der Kommission wurden konkrete Gefahren für Verbraucher nicht ausreichend analysiert und dokumentiert, denn statt auf verlässliche Produkttests stütze sich die Bewertung der Waren nur stark auf allgemeine Annahmen.
Belastbare Risikobewertungen, vollständige Dokumentationen und wirksame Kontrollmechanismen rücken stärker in den Fokus der Marktüberwachungsbehörden und auch an Nicht-EU-Unternehmen gehen die Behörden nicht vorbei. Die Marktüberwachung will nun digitale Handelsplattformen verstärkt ins Visier nehmen: Angesichts der Millionen von Paketen, die täglich in die Europäische Union gelangen, sollen fortan nicht nur einzelne Produkte, sondern auch die dahinterliegenden Prozesse zur Risikoerkennung, Produktsicherheit und Verbraucherinformation verstärkt geprüft werden. Für viele europäische KMU und VERE-Mitglieder ist zudem die Wettbewerbsfrage entscheidend. Während europäische Unternehmen erhebliche Ressourcen in Produktsicherheit, Kennzeichnung und regulatorische Anforderungen investieren, stehen günstige Importangebote seit Jahren im Verdacht, Wettbewerbsverzerrungen zu begünstigen.
Der VERE e.V. ist mit den beteiligten Kreisen in Kontakt und hält seine Mitglieder mit dem „VERE Insider“ über die weitere Entwicklung informiert.
Noch nicht VERE-Mitglied? Jetzt schnell hier VERE-Mitglied werden!
