Seit dem 1. Juli 2026 müssen ausgediente E-Zigaretten in Deutschland kostenlos zurückgenommen werden. Händler und Hersteller übernehmen damit mehr Verantwortung für Lithium-Batterien. Auslöser dieser Regelung waren die zunehmenden Brände durch falsch entsorgte Akkus in der Entsorgungswirtschaft. Der WWF fordert zusätzlich zur Rücknahmepflicht ein bundesweites Pfandsystem für Lithium-Batterien sowie ein vollständiges Verbot von Einweg-E-Zigaretten. Kritiker plädieren dafür, zunächst die Wirkung der neuen Regelung abzuwarten. Doch der Handlungsbedarf ist groß: 2024 wurden laut Umweltbundesamt knapp 18.000 Tonnen Lithium-Ionen-Akkus und über 2.300 Tonnen Lithium-Einwegbatterien in Verkehr gebracht und viele werden nicht fachgerecht recycelt, wodurch Rohstoffe verloren gehen, und Sicherheitsrisiken entstehen. Folglich hat sich die EU bis 2028 das Ziel gesetzt, eine Recyclingquote von 50 Prozent für Lithium erreichen.
Werden Sammelsysteme und Pfandmodelle erweitert?
Auch die Branchenverbände BDE und Denuo fordern einen europaweit einheitlichen Rechtsrahmen mit Pfand- und Rücknahmesystem, stärkerer Herstellerverantwortung und Anreizen für eine bessere Sammlung von Lithium-Batterien. Zudem sprechen sie sich gegen Produkte mit unnötig verbauten Lithium-Batterien wie Einweg-E-Zigaretten aus. Für Unternehmen dürfte die Rücknahmepflicht erst der Anfang sein. Ob verbesserte Sammelsysteme ausreichen oder weitere Produktverbote folgen, bleibt bis auf Weiteres Gegenstand der politischen Diskussion.
Das Thema Batterie-Pfand lässt den VERE e.V. aufhorchen, der sich begründet immer gegen ein Batterie-Pfand eingesetzt hat (siehe zum Beispiel Öko-Institut forscht zum Batterie-Pfand? oder den VERE_Weihnachtskurier_2019) und die Entwicklung weiter aufmerksam beobachtet.
Der VERE e.V. ist mit den beteiligten Kreisen in Kontakt und hält seine Mitglieder mit dem „VERE Insider“ über die weitere Entwicklung informiert.
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