Deutschland verfügt derzeit über keine staatlichen, halbstaatlichen oder staatlich beauftragten Vorräte kritischer oder strategischer Rohstoffe. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion hervor. Im Rahmen des Critical Raw Materials Act wurde die Information auch an die Europäische Kommission übermittelt.
Eine nationale Rohstoffbevorratung besteht bislang nicht. Gleichzeitig arbeitet das Bundeswirtschaftsministerium mit an einer europäischen Lösung. Im Rahmen der Stockpiling-Initiative der EU leitet Deutschland hierfür eine Arbeitsgruppe zu „Demand and Production“. Welche Rohstoffe dabei konkret im Fokus stehen, ist derzeit nicht öffentlich.
Parallel prüft die Bundesregierung, wie Unternehmen bei der eigenen Lagerhaltung unterstützt werden könnten, denn der Rohstofffonds übernimmt diese Aufgabe bisher nicht: Er soll die Rohstoffversorgung durch Beteiligungen an aussichtsreichen Rohstoffprojekten sichern und diversifizieren, unterstützt eine Bevorratung allerdings nicht. Damit bleibt die Frage einer strategischen Rohstoffbevorratung in Deutschland vorerst offen.
Der VERE e.V. ist mit den beteiligten Kreisen in Kontakt und hält seine Mitglieder mit dem „VERE Insider“ über die weitere Entwicklung informiert.
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