Der Entwurf des Bundesfinanzministeriums sieht vor, ab Mitte 2027 eine Plastikverbrauchsteuer von 550 Euro je Tonne Kunststoff in bestimmten Verpackungen und Kunststoffwaren einzuführen, um zusätzliche Einnahmen für den Bundeshaushalt zu erzielen. Jährlich werden rund 44 Millionen Euro zusätzlichen Erfüllungsaufwand für Unternehmen sowie einmalige Umstellungskosten von 8,8 Millionen Euro veranschlagt.
Verbände wie BDI, DIHK, HDE, VDA und DEHOGA halten diese Berechnungen für zu niedrig und warnen daher vor doppelten Nachweispflichten durch die erweiterte Herstellerverantwortung, den Einwegkunststofffonds und die europäische Verpackungsverordnung (PPWR). Auch Wettbewerbsnachteile und höhere Verbraucherpreise werden durch die geplante Steuer befürchtet. Die zusätzliche Abgabe schaffe nach Einschätzung der Verbände keine wirksamen Anreize für recyclinggerechte Verpackungen oder höhere Recyclingkapazitäten. Statt einer neuen Steuer werden gezielte finanzielle Anreize für Recyclingfähigkeit und Rezyklateinsatz gefordert.
BDI, HDE und Co. verlangen insgesamt ein transparentes Gesetzgebungsverfahren und eine umfassende Prüfung der Folgen. Die Einführung der Plastiksteuer ist damit weiterhin Gegenstand politischer Auseinandersetzung.
Der VERE e.V. ist mit den beteiligten Kreisen in Kontakt und hält seine Mitglieder mit dem „VERE Insider“ über die weitere Entwicklung informiert.
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