Europas Industrie verliert im globalen Wettbewerb an Spielraum. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA) fordert deshalb von der EU-Kommission unter Ursula von der Leyen einen klaren Kurswechsel: Wettbewerbsfähigkeit müsse wieder zum zentralen Maßstab europäischer Politik werden. Für Hersteller und Händler stehen durch einen wachsenden Berg an Pflichten, Kosten und bürokratischen Hürden massiv unter Druck. Zwar wurden bereits Vereinfachungen angekündigt, allerdings musste der VDMA bereits darauf hinweisen, dass bislang nur rund ein Drittel der von Mario Draghi vorgeschlagenen Maßnahmen umgesetzt wurden.
Europas Industrie kämpft gegen Wettbewerbsnachteile
Der europäische Binnenmarkt bleibt hinter seinen Möglichkeiten zurück. Nationale Vorgaben erschweren Mitarbeitereinsätze, Investitionen und Innovationen. Gleichzeitig wird der Wettbewerb durch nicht regelkonforme Importe und andere unfaire Handelspraktiken von außerhalb der EU erschwert. An dieser Stelle fordert der VDMA strengere Kontrollen und wirksamere Maßnahmen gegen jene Marktteilnehmer.
Des Weiteren könnte zusätzlicher Druck durch die Ausweitung des CO₂-Grenzausgleichs CBAM, neue Anforderungen durch den Critical Raw Materials Act und die EU-Verpackungsverordnung entstehen. Europa brauche deshalb weniger Bürokratie, bessere Investitionsbedingungen, einen vollendeten Binnenmarkt und neue Freihandelsabkommen, so der VDMA. Außerdem sollten neue Regulierungen immer erst auf ihre Auswirkungen auf die industrielle Wettbewerbsfähigkeit geprüft werden.
Der VERE e.V. ist mit den beteiligten Kreisen in Kontakt und hält seine Mitglieder mit dem „VERE Insider“ über die weitere Entwicklung informiert.
