Welche Erfahrungen machen Sie mit der PPWR?

Die PPWR bringt Unternehmen zunehmend an ihre Grenzen. Jetzt soll der Praxisfrust aus der Wirtschaft direkt nach Brüssel gelangen. Gefordert werden weniger Bürokratie und mehr Spielraum für kleine Unternehmen.

Seit Inkrafttreten der PPWR wachsen nicht nur die Verpackungsverantwortlichkeiten –sondern auch der Widerstand gegen die neuen Regelungen, die Unternehmen vielerorts vor erhebliche Hürden stellen. Aus diesem Anlass forderte die IHK deshalb bundesweit Unternehmen dazu auf, ihre Erfahrungen mit der PPWR an die EU-Kommission und Europaabgeordnete zu übermitteln. Für kleine und mittlere Unternehmen fallen durch die neue Verpackungsverordnung erheblicher administrativer und finanzieller Aufwand an.

Mittelstand trägt seinen Frust nach Brüssel

Genau diese Erfahrungen sollen auf diesem Wege nun nach Brüssel gelangen. Die IHK fordert außerdem einen EU-weiten One-Stop-Shop, einheitliche und mehrsprachige Registrierungsportale, wirksame Mengenschwellen für kleinere Unternehmen sowie eine Übergangsfrist von mindestens zwölf Monaten vor Sanktionen. Dass die Probleme der Händler nicht nur theoretischer Natur sind, zeigen die vielen Rückmeldungen von Unternehmen aus verschiedensten Branchen. Die IHK berichtet von zahlreichen Anrufen und E-Mails zu Registrierungen, Verfahren und zusätzlichen Pflichten.

In Berlin soll der Praxisdialog fortgesetzt werden: Am 13. Oktober 2026 ist eine Veranstaltung geplant, bei der Unternehmen ihre konkreten Fälle Vertretern der EU-Kommission und des Bundestags schildern können. Oliver Friedrichs wird hieran als Vertreter der VERE-Mitglieder und take-e-way-Kunden teilnehmen.

PPWR darf kein Aus für Kleinsthändler bedeuten

Parallel richtet sich auch die Petition „EU-Verpackungsregeln: Kleinsthändler nicht ausbremsen!“ gegen unverhältnismäßige Folgen für kleine Onlinehändler, Handwerksbetriebe, Künstler, Manufakturen und andere Kleinstunternehmen. Kern dieser Forderung ist eine EU-weit einheitliche Bagatellgrenze für geringe Versandmengen. Zusätzlich werden eine zentrale Registrierung beziehungsweise gegenseitige Anerkennung sowie vereinfachte digitale Meldeverfahren gefordert.

Der VERE e.V. ist mit den beteiligten Kreisen in Kontakt und hält seine Mitglieder mit dem „VERE Insider“ über die weitere Entwicklung informiert.      

Bei Fragen oder konkreten Anfragen sind wir für Sie ansprechbar.
Christoph Brellinger
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