Förderungen stoppen, Vorgaben verschieben, Reformen ändern: Für Unternehmen wird nicht allein die Regulierung zum Problem, sondern vor allem die Unsicherheit darüber, welche Regeln am Ende tatsächlich gelten. Geschäftsführer diverser Unternehmen schildern, welche Folgen das politische Hin und Her für Investitionen, Prozesse und Kundenberatung hat. Die Unsicherheit beginnt bereits bei der Umsetzung europäischer Vorgaben. Verspätete Umsetzungen und zusätzliche nationale Anforderungen („Goldplating“) erschweren die Planung.
Regeländerungen auf Kosten von Vorreiter-Unternehmen
Während sich einige Unternehmen frühzeitig auf die PPWR vorbereiteten, was hohe Investitionen und starken Aufwand mit sich zog, warteten andere Wettbewerber Reformen ab, wobei die Vorreiter preislich ins Hintertreffen gerieten. Ähnlich verhält es sich auch bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung: Unternehmen investierten viel Zeit und Geld in die Vorbereitung, bevor die Pflicht verschoben und für viele Unternehmen aufgehoben wurde. Unsicherheit entstand besonders bei der Wärmepumpenförderungen. Kurzfristige Änderungen erschweren Beratung und Investitionsentscheidungen und können Unternehmen wie Kunden vor ungelöste Probleme stellen.
Reformen brauchen Verlässlichkeit
Die Forderung der Unternehmer richtet sich deshalb weniger gegen Veränderung als gegen ständige Kurswechsel: Reformen müssten fachlich vorbereitet, frühzeitig angekündigt und anschließend zuverlässig umgesetzt werden. Ansonsten drohen Investitionen ins Leere zu laufen und Unternehmen die Grundlage für langfristige Entscheidungen zu verlieren.
Der VERE e.V. ist mit den beteiligten Kreisen in Kontakt und hält seine Mitglieder mit dem „VERE Insider“ über die weitere Entwicklung informiert.
